15. Dezember 2011

Haushaltsauschuss des Bundestages beschließt Flächenaufteilung in der Kyritz-Ruppiner Heide

Potsdam. Umweltministerin Anita Tack und Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers haben den Kompromiss zur Flächenaufteilung in der Kyritz-Ruppiner Heide begrüßt.

Tack: „Ich sehe jetzt gute Möglichkeiten für eine einvernehmliche Entwicklung des Gebietes sowohl für den Naturschutz als auch für erneuerbare Energien.“ Mit der BIMA und der Sielmann-Stiftung stünden dem Land Brandenburg dabei zwei starke Partner zur Seite. „Jetzt muss ein Gesamtkonzept auf den Tisch, das einen Managementplan für das gesamte FFH-Gebiet Kyritz-Ruppiner-Heide beinhaltet und auch die Heideflächen sichert.“ Die Entscheidung des Haushaltsausschusses eröffne Brandenburg darüber hinaus die Chance, dass der Bund eine weitere, 791 Hektar große Fläche bei Zerwelin als Nationales Naturerbe widmet.

Wirtschafts- und Europaminister Christoffers ergänzte: „Der Beschluss des Haushaltsauschusses des Bundestages ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Entscheidung verbindet die Interessen des Naturschutzes, der Tourismus-  und Energiewirtschaft. Sie zeigt, dass Konflikte zwischen in diesen Bereichen lösbar sind und macht eine positive Gesamtentwicklung in der Zukunft sicherer.

Der Haushaltsausschuss des Bundes hatte gestern der Absicht des Bundesfinanzministeriums zugestimmt, eine Teilfläche von 4.000 ha in der Kyritz-Ruppiner Heide in das Nationale Naturerbe aufzunehmen. Die Flächen werden der Heinz-Sielmann Stiftung zur Verfügung gestellt. Die 4000 ha sind ein Teil des 9000 ha großen Geländes in der Kyritz-Ruppiner Heide mit Flora-Fauna-Habitat (FFH) Status. Eine wirtschaftliche Nutzung für erneuerbare Energien ist auf den verbleibenden ca. 3000 ha der Gesamtfläche denkbar